Vorbereitung

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Als Faustregel gilt: je jünger die Gäste, desto wichtiger ist eine ausführliche Vorbereitung. Die SchülerInnen mit einem Besuch bei Dialog im Dunkeln zu überraschen ist jedoch – unabhängig vom Alter – keine gute Idee. Als sehender Mensch verlässt man sich hauptsächlich auf visuelle Eindrücke. Das Wegfallen selbiger ist für Körper und Psyche eine Ausnahmesituation. Wenn man sich aber schon im Vorfeld darauf einstellen kann, fällt die Umstellung auf die Nutzung der anderen Sinne leichter… und nach nur wenigen Augenblicken beginnt man die Dunkelheit in vollen Zügen zu genießen. Um den pädagogischen Zweck zu erfüllen, muss die Vorbereitung Spaß machen und somit positive Assoziationen zum Thema Dunkelheit und Blindheit  hervorrufen.

 

Beispielsweise kann man sich mit den SchülerInnen über das Erleben von Gerüchen, Geschmäckern, Geräuschen und Musik; über das Raumerlebnis, das Berühren und Fühlen unterschiedlicher Oberflächen etc. unterhalten. Alle diese Sinne werden im Dunkeln viel bewusster und damit intensiver eingesetzt.

 

Wenn Sie nur wenig Zeit für die Vorbereitung aufwenden können oder wollen,erzählen Sie den SchülerInnen einfach in kürze von der Ausstellung: Was werden sie erleben und warum? Setzen Sie dabei auf ein möglichst breites, herausforderndes Spektrum der Sinneswahrnehmung. Geben Sie positive Anreize, sich mit dem Fühlen, Hören, Riechen und Schmecken zu beschäftigen – im Fokus steht das spannende Erlebnis.

 

Wenn Sie dem Thema mehr Zeit widmen können, empfehlen wir eine spielerische Umsetzung. Dies ermöglicht eine sehr entspannte Herangehensweise – einige Ideen hierfür finden Sie in unseren Tipps für den Besuch mit Schulklassen [PDF, ca 1 MB].

 

Dabei gilt: Spiele mit Augenbinden müssen auf Freiwilligkeit basieren und jederzeit unterbrochen werden können. Je jünger die Kinder, desto kürzer sollten die Phasen mit Augenbinden andauern.

 

No-Go

Keinesfalls darf in der Vorbereitung die Unsicherheit, das Unvermögen sich zurechtzufinden oder das Mitleid für blinde und sehbehinderte Menschen im Vordergrund stehen. Kontraproduktive, negative Assoziationen zur Dunkelheit oder zu Behinderungen würden so verstärkt oder neu geknüpft werden.

 

Auch ist es wichtig, dass der Besuch nicht erzwungen wird: Kindern, die beispielsweise nicht einmal zum Schlafen das Licht abschalten können, wird es auch bei uns schwer fallen, sich auf die Dunkelheit einzulassen. Kleine Unsicherheiten oder Nervosität können unsere gut geschulten MitarbeiterInnen im Hellbereich den Gästen meist problemlos nehmen.